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Oh, god, I must be dreaming...Monday, February 8. 2010Da ist er wieder - willkommen zurück:
Wenn in meinem Leben schon nichts passiert,...Tuesday, February 2. 2010
... dann müssen eben die anderen herhalten.
Das Vorgänger-Video hierzu mit den Winteraktivitäten hatte ich schon mal verlinkt, das ist der neueste Streich aus dem Sommer. OK, Basejumping und Wingsuits kennt man, aber das ist mit Abstand das Krasseste, was ich je gesehen habe. Langfristige Mortalitätsuntersuchungen stehen noch aus... I got no time for the corner boys, down in the street making all that noiseWednesday, January 6. 2010Du bist der Boss - still. Ich empfinde es als abscheulich,...Thursday, December 31. 2009
..., zumindest jedoch als befremdlich, wenn sich Menschen zum Jahreswechsel Liebe, Frieden, Segen und Freude wünschen. Denn ich wünsche mir das jeden Tag. Und ich wünsche es auch anderen jeden Tag.
Die große Geste des Jahreswechsels oder noch besser, des anstehenden Dekadenwechsels, ist mir leeres Getöse, das vor allem erlaubt, im Alltag, da, wo sich jeden Tag das Leben entscheidet, eben NICHT nach den Kriterien von Liebe, Frieden, Segen und Freude handeln zu müssen. Wer sich unabhängig von seinem privaten kleinen Glück noch einmal daran erinnern möchte, was in dieser ersten Dekade so ging, der schaue beim mir persönlich wichtigsten Blog dieser Dekade noch einmal vorbei. Und hier noch ein Dekadenrückblick der besonderen Art: Die 20 besten Gadgeds des Jahrzehnts. Ist das jetzt freaky, cool, nerdig oder besorgniserregend, dass ich 19 davon besessen habe? Nun denn: Willkommen, 10er-Jahre.
Posted by Ulrich Rosen
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15:43
Endlich Ferien...Tuesday, December 22. 2009
Der Unterricht begann so langsam, anstrengend zu werden:
Ich stehe heute also vor meiner Klasse und möchte den Umbau der Tische von einer U-Form in eine Gruppentisch-Insel-Form einleiten. Und spreche also folgendermaßen zu meinen Eleven: "Sie sehen hier 25 Einzeltische und die entsprechende Anzahl Stühle. Bitte bilden Sie aus diesen 25 Tischen 7 Inseln mit ungefähr gleicher Tisch-Anzahl und verteilen Sie sich bitte ungefähr gleichmäßig an die Inseln." Vier Minuten später habe ich einen Raum mit 8 Inseln, von denen 3 unbesetzt sind. Ich erkläre also noch einmal, was ich möchte: 7 Inseln, und alle mit einer ungefähr gleichen Anzahl von Personen besetzt. Drei Minuten und viel Geräume später habe ich: 8 Inseln, davon 3 unbesetzt. Nur halt alles an einer anderen Stelle. Ich erblasse leicht und erkläre noch einmal, was ich möchte (ihr wisst schon). Minuten später habe ich 6 Inseln, von denen 2 unbesetzt sind. Ich überlege, ob ich in der letzten Stunde vor Weihnachten noch mal ausfallend werden soll, oder ob mir das jetzt gerade keinen Spaß macht. Ich entscheide mich für die Variante "Frieden auf Erden" und erkläre noch einmal, was ich möchte: 7 Inseln und alle mit der ungefähr gleichen... ach, ersparen wir uns die Details. Im nächsten Versuch klappt es dann, wenn auch mit viel Diskutieren und Hin und Her. Jetzt ist also Weihnachten - peace out!
Posted by Ulrich Rosen
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20:19
Erkenntnis des TagesFriday, December 18. 2009"Familie ist neben der Religion die einzige gesellschaftlich sanktionierte Form von Wahnsinn."
Posted by Ulrich Rosen
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23:35
Noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken?Monday, December 14. 2009Ich leiste mir zu Weihnachten ja diesen neuen iPhone-Nachfolger: Hübscheres Design, bessere Funktionen und ganz wichtig, Abwärtskompatibilität zu meiner bisherigen Technikausstattung aufgrund von Flashback Technologie. Wenn ich die Datasette wiederfinde, könnte ich wieder die Winter Games spielen...
Posted by Ulrich Rosen
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14:32
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Der Tag, an dem ich erwachsen wurde...Tuesday, December 8. 2009
Gerade traf ich mich mit einigen ehemaligen Schülern auf einen vorweihnachtlichen Kaffee. Das war interessant, denn die Menschen, die ich nur als Schüler kannte, sind jetzt Berufstätige, Studenten und Azubis. Mit innerem Lächeln höre ich Geschichten von ersten Erfolgen und vom Scheitern, von Begeisterung und erster Desillusionierung, von großer Freude und beginnender Alltagsroutine.
Am meisten berührt hat mich, als ein Schüler erzählte, wie er gerade im Begriff sei, zu Hause auszuziehen und seine erste eigene Wohnung einzurichten: er sagte, die Wohnung sei klein und preiswert, und es fehle an allen Ecken und Enden an der Ausstattung - aber es sei SEINE Wohnung. Und da musste ich an das Gefühl denken, wie es war, vor 16 Jahren die ersten Tage in meiner eigenen ersten Wohnung zu verbringen. Eine Bude, die man auf dem heutigen Studentenmarkt keinem mehr anbieten könnte: Meine "Küche" bestand aus einem Kühlschrank mit einem Zweiplattenkochfeld darauf im Waschkeller des Vermieters. Gespült wurde im Bad, das seit Jahrzehnten keine Renovierung mehr gesehen hatte. Eine Eigenschaft, die es mit dem einzigen Zimmer und seiner Einrichtung weitgehend teilte. In der Wohnung gab es kein Telefon (Hinweis für alle Leser unter 25: Nein, damals gab es noch keine Handys, das Internet hieß BTX und hatte einen maxSpeed von 14,4 K.). Immer, wenn ich jemanden anrufen wollte, ging ich also mit meiner Telefonkarte oder ein paar Münzen zur Telefonzelle um die Ecke. Angerufen werden ging nicht, es sei denn, man verabredete sich, dass man die Nummer der Zelle (das gabs echt) zu genau dieser Zeit anrufen ließ... Der Tag, an dem ich erwachsen wurde begann damit, dass ich spät dran war, weil das Aufstehen mit Wecker noch nicht klappte - zu Hause hatte ich nie einen Wecker besessen, das hatten meine Eltern übernommen. Ich hatte mir also einen strebsamen Kassetten-Multifunktions-Wecker gekauft und diesen zum Wecken fatalerweise mit meinem Lieblingstape bestückt. Was ich abends vorher noch für eine clevere Idee gehalten hatte, entpuppte sich im Morgengrauen als dumm: Der Wecker spielte zur vereinbarten Zeit das Tape ab, was mir erwartungsgemäß gut gefiel, worauf ich mich entspannt zurücklehnte, um das Lied noch zu genießen - und prompt wieder einschlief und meinen Bus verpasste. Der Morgen gestaltete sich also hektisch. Als ich nachmittags "nach Hause" zurückkehrte, wunderte ich mich, dass die Jalousien noch heruntergelassen waren. Mitten am Nachmittag? Achja, ich hatte sie morgens in der Hektik nicht hochgezogen. Also waren sie noch unten. Mir fiel zum ersten Mal nach all den Jahren auf, dass das zu Hause anders gewesen war. Mir war tatsächlich nie bewusst aufgefallen, dass ich die Jalousien zu Hause morgens auch unten gelassen hatte, sie aber immer oben waren, wenn ich nach Hause kam. Hier waren sie also unten. Ebenso lagen die Müslischale und das schmutzige Besteck noch im Waschbecken. Richtig, meine Frühstücksreste. Hatte auch niemand weggeräumt. Wenn Erwachsen werden bedeutet, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, dann war das wahrscheinlich das Erwachen... Gut ein Jahr später erkrankte mein Vermieter schwer und ich musste ausziehen. Den Umzug bewältigten wir in weniger als zwei Stunden mit meinem 13 Jahre alten Golf 2 und es begannen die besten Jahren meiner Studien- und WG-Zeit. Mein letzter Umzug von Berlin nach Paderborn und dann in meine aktuelle Wohnung, 16 Jahre und 8 Umzüge später, dauerte knapp zwei Tage und involvierte einen 7,5-Tonner und zwei PKWs und ein Speditionsunternehmen. Ich transportierte eine Haus-Vollausstattung und 70 Bücherkisten. Und schaue jeden Tag mit einem Lächeln auf das Regal, dessen Boden Christine falsch eingeschraubt hat. Heute Nachmittag spüre ich, wie sehr mich mein Besitz bindet und welche Leichtigkeit dem Jahr 1993 innewohnte. Und das ich nie wieder dorthin zurück will. Nachtrag 6. Januar 2010: Und gerade kommt mir wieder in den Sinn, warum wir alle nicht wieder in unsere Wohnungen zurück wollen: Ich sehe gerade vor meinem geistigen Auge die Wiederauferstehung von Davids Kellerloch, Ulis Dusche in der Küche, Tanjas Kohleofen und Christines Küchenfußboden. But hellyeah - wir blieben so lange auf, wie wir wollten und aßen Nutella mit Löffeln aus dem Glas. Rockin'!
Posted by Ulrich Rosen
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23:48
Oder Du kriegst was auf die Fresse - Du Penner!Tuesday, November 24. 2009
Was es nicht alles gibt... großartig:
Posted by Ulrich Rosen
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02:07
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Wofür gibt es schließlich Klischees?Sunday, November 22. 2009
Am Ende eines Wochenendes, das Kopf und Magen ein wenig geschadet hat (dieser viele Zitronensaft war nicht gut für mich), denke ich mir kurz vor der Ankunft in Paderborn, ich sollte vielleicht etwas Nährstoffreiches und Magenschonendes essen - also mache ich einen Abstecher zum BigMac Menu.
In der Schlange vor mir steht ein Familienvater, von dem ich vermute, dass er eine ganze Fußballmannschaft zu versorgen hat. Es türmen sich die Burger und der ganze andere Mist, bis er schließlich mit vier Tüten die Kasse verlässt. Erstaunlich: Er hat ungefähr vier mal so viele Currysaucenpäckchen bestellt, als zu den McChicken normalerweise gehören. Ich werde neugierig und beschließe, mich an den Nachbartisch zu setzen. Und da sitzen sie dann: Mann und Frau mit sechs Jungs im Grundschulalter, alle acht sind schwer adipös, grenzdebil, sprachgestört und prekariatsgeschädigt. Und jeder der Jungs isst mehr, als ich es könnte: jeder haut sich da gerade sein Sechser-Chicken, einen BicMac und zwei Cheeseburger rein. Zwischendurch verkloppen die Jungs abwechselnd sich, das Mobiliar oder die Fensterscheibe. Die Fritten und die Cola konnte ich nicht mehr zählen, aber die Auflösung des Curryrätsels wog das dann wieder auf: Jeder der Jungs trank das Zeug einfach so als Nachtisch.
Posted by Ulrich Rosen
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19:44
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Da, schau, die ganzen Wahnsinnigen sammeln sich alle vor MEINER Haustür!Tuesday, November 10. 2009
Und gleich noch ein Telefongespräch, das mich ratlos zurücklässt:
Ich denke bereits über Weihnachtsgeschenke nach und möchte bei Amazon in den USA einen Kindle erwerben. Leider storniert Amazon meine Bestellung mit dem Hinweis, dass meine Kreditkarte gesperrt sei. Ich probiere meine andere Kreditkarte - auch gesperrt. Ich bin ratlos. Allerdings könnte das erklären, warum sie im Urlaub vor einigen Tagen nicht funktioniert hat. Kurz darauf erhalte ich aus Frankfurt einen Brief der Kreditkartensicherheitsabteilung meines Bankhauses mit der Bitte um Rücksprache. Und diese Rücksprache ging dann so: Sie: Deutsche Bank Frankfurt, Kreditkartensicherheitsabteilung, Schmidt (geändert), guten Tag. Ich: Guten Tag, Rosen, ich habe von Ihnen einen Brief mit der Bitte um Rücksprache zu meinen Kreditkarten erhalten. Darf ich Ihnen da gerade mal meine Kartennummer sagen? *Es folgt das übliche Sicherheitsabfrageding* Sie: Ja, hier sehe ich, dass aktuell beide Karten gesperrt sind. Ich: Wie kommt denn das? Sie: Haben Sie in der vergangenen Woche ihre Handyrechnung bezahlt, einen Wagen gemietet und Bücher bei Amazon bestellt? Ich: Ja. Sie: Und sind diese Bezahlvorgänge rechtens gewesen.
Posted by Ulrich Rosen
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19:14
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Das Rad dreht sich weiter...Tuesday, November 10. 2009
Ein weiterer Stapel Klausuren ist korrigiert, rund 25.000 Wörter sind gelesen, 63 Seiten Gutachten geschrieben, 84 Noten vergeben.
Und ein Highlight (Grammatik und Satzbau geringfügig verbessert zu Zwecken des Leseflusses): "Der Text besteht zu einem Drittel aus dem Aspekt "Meinung ausdrücken", zu zwei Dritteln aus dem Aspekt "Informieren" - der Rest ist "Appell". Das erinnert mich dann doch stark an den Horst seinn Spruch - ich werde EC eine Karriere als Fußballprofi empfehlen.
Posted by Ulrich Rosen
in Genie & Wahn, Sprachlos, Wahnsinn Schule
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01:12
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Das größte Problem bei der Bedienung technischer Gegenstände...Monday, November 9. 2009... ist immer noch der Mensch.
Mein Bruder schenkt mir zum Geburtstag einen Gutscheinen zum Erwerb eines Billy-Regals bei IKEA (Liebe Mallorca-Reisenden, damit ist dann wohl wirklich alles gesagt.) Witzig ist allerdings der im Begleitbuch abgedruckte Dialog eines vorgeblich unzufriedenen Kunden, der bei der IKEA-Hotline anruft und sich beschwert, dass sein gerade erworbenes Bett namens Billy sich einfach nicht vernünftig zusammenbauen lässt. Der IKEA-Mitarbeiter zeichnet sich durch Engelsgeduld aus und merkt erst recht spät, dass das Ganze ein Radio-Telefonstreich ist. Humor ist..., aber nunja. Heute ruft mich ein Herr an, der etwas bestellen möchte - was mal wieder zeigt, dass die Realität so erschreckend ist, dass sie nicht von Drehbuchautoren überboten werden kann. Ich: Ulrich Rosen, guten Tag. Er: Guten Tag, mein Name ist Schmidt (geändert), ich möchte gerne das Video zu der Pekingform bestellen (eine Taijiquan-Form). Aber ich möchte bitte nicht die DVD, sondern das VHS-Video. Ich: Tut mir Leid, wir führen leider nur noch digitale Medien und haben keine Video-Kassetten mehr im Sortiment. Er: Nein, nein, ich will ja auch keine Video-Kassette, sondern die für das CD-ROM-Laufwerk meines Computers. Ich: VHS ist ein Videostandard für Video-Kassetten, nicht für CD-ROMs. Sind Sie sicher, dass Sie das richtige Medium meinen? Er: Absolut. Meine Lehrerin hat extra gesagt, ich solle nicht die DVD bestellen, sondern die VHS, die würde in jedem CD-ROM-Laufwerk laufen. Ich: Vielleicht möchten Sie noch einmal Rücksprache mit Ihrer Lehrerin halten, denn VHS bezieht sich wirklich nur auf diese Kassetten, die Sie von früher kennen. Er: Nein, auf keinen Fall. Sie hat mir selbst gezeigt, dass Sie diese VHS bei Ihnen gekauft hat und hat mir versichert, dass die auch in jedem CD-ROM-Laufwerk läuft. Ich: Das kann leider nicht sein, denn... (Ich erläutere an dieser Stelle umfänglich die technischen Unterschiede, was zu keinerlei Einsicht führt). Er: Also so etwas habe ich wirklich noch nie erlebt! Ich will doch wirklich nur diese VHS für mein CD-ROM-Laufwerk kaufen *mein Amoklauf steht an dieser Stelle kurz bevor* Ich folge einem spontanen Geistesblitz: Sind Sie ganz sicher, dass Sie von einer VHS reden oder meinen Sie vielleicht eine VCD, die kleinere Schwester der DVD? *sein langes Zögern verrät mir, dass er das gemeint hat und jetzt nach einer Möglichkeit sucht, nicht als Idiot dazustehen* Ich überbrücke die Peinlichkeit mit Freundlichkeit und erkläre dann auch noch einmal die Vorzüge der VCD im Gegensatz zur DVD. Es kommt zum Kauf.
Posted by Ulrich Rosen
in Genie & Wahn, Kaufbefehl!, Priceless Moments
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18:12
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Jedes Jahr ein neues FettnäpfchenFriday, November 6. 2009
Jedes Jahr, wenn meine chinesischen Gäste da sind, habe ich gefühlt einen Freischuss, dummes Zeug zu labern.
Vor zwei Jahren schrieb ich ja schon mal über das Buffet-Debakel - auch heute sitzen wir wieder im Restaurant: Wir essen die beste Gänsekeule meines Lebens im Alten Zollhaus und der Chef fragt, was das denn oben rechts auf seinemTeller sei. Puh, denke ich, Glück gehabt, das kann ich auf chinesisch. Und so erkläre ich munter, dass es sich um einen Pigu handelt, einen Apfel halt, der ja nun auch mehr oder minder typisch zum Gänseessen ist. Nach peinlicher Stille und mehreren Anläufen fällt mir wieder ein, dass Apfel eigentlich Pingguo heißt - klingt doch eh alles gleich... :-) Oder auch nicht - wer mag, kann ja mal recherchieren und Leo fragen...
Posted by Ulrich Rosen
in China, Fun & Freizeit, Reisen & Rumkommen
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23:17
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Stairway FAILThursday, November 5. 2009
Sage bitte niemand, die Kathedrale in Artá auf Mallorca sei nicht behindertengerecht...
Posted by Ulrich Rosen
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20:28
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Wenn mein Leben schon nichts Sinnvolles beizutragen hat...Monday, November 2. 2009OK, die Arbeit schafft mich gerade ein kleines bischen - und ja, ich erlebe quasi nichts Berichtenswertes - und in der Tat finde ich das eher so mittel...
Posted by Ulrich Rosen
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22:43
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Herta Müller trifft in 5100 Metern Höhe einen WalfischThursday, October 8. 2009
Nach Überwindung des ersten Schocks stelle ich fest: Da steht echt überall, dass Herta Müller den Literaturnobelpreis bekommt. Das ist großartig. Ich weiß noch, wie ich Herta Müller vor fast auf den Tag genau fünfzehn Jahren zum ersten Mal sprechen hörte über "Heimat, die den Verstand verlor". Und tatsächlich besitze ich neben drei handsignierten Büchern auch noch das Original-Veranstaltungsplakat von damals.
Aber egal, das wollte ich gar nicht erzählen. Ich wollte die folgende Geschichte beitragen, die mir bei Herta Müller in den Sinn kommt. Die Müller kommt ja aus Rumänien, wo sie und ihre Familie jahrzehntelang dem Terror des Ceausescu-Regimes ausgeliefert waren - eine Zeit, die mir aus meiner Jugend noch klar vor Augen ist. Nicolae Ceausescu, der große Schlächter des Balkan, sieht auf diesem Foto ja auch irgendwie ganz zauberhaft aus: ![]() Und jetzt kommt die Geschichte: Ich kenne das Blumenmädchen! Und das kommt so: 2005 war ich während meines China-Aufenthaltes in Tibet zur Besichtigung von Lhasa und zur Umrundung des Kailash. Und beim Aufstieg zum Kloster Ganden saß eine geringfügig adipöse Dame im Gras, die meine Aufmerksamkeit erregte und die ich fragte, ob es ihr soweit gut gehe (dünne Luft und so).
Nunja, das mit der Höhenluft und der vielen vertikal ausgerichteten Bewegung machte ihr erwartungsgemäß ein wenig Schwierigkeiten, und so kamen wir ins Plaudern. Ich tat das eigentlich eher aus Mitleid, aber schließlich befanden wir uns auf heiligem Boden und vielleicht war das ja gut fürs Karma... Ich: Und, wo kommst Du gerade so her? Dana: Aus dem Irak. Ich: Bitte?!?!?! Dana: Ja, ich habe dort für eine UN-Gruppe gearbeitet und mache jetzt hier ein wenig Urlaub. Ich: Und was genau machst Du bitte für die UN im Irak? Dana: Ich leite eine Sondereinheit, die internationale Geiseln befreit. (Einschub: In diesem Moment stelle ich mir Dana gerade mit Tactical Vest, schwerer automatischer Bewaffnung und einem SWAT-Team im Rücken vor. Buhaa...) (Dana muss meine Gedanken erraten haben und führt aus:) Dana: Nein, nicht sowas. Wir verhandeln Lösegelder und sprechen mit den Terroristen und so. Hast Du nicht in den Medien von dieser italienischen Journalistin gehört? (Wer sich nicht mehr erinnert, schaut hier oder hier...) Ich: Ach... Dana: Ja, direkt danach war ich mit meinem Team für einige Wochen in Iran und in Pakistan, da wurden Franzosen entführt... Ich: Ach... Dana: Und in zwei Wochen bin ich wieder in Afghanistan. Ich: Wow. Und nachdem ich dann so ein wenig staunend gelauscht hatte, erzählte sie ein wenig aus ihrer Kindheit: Sie kommt aus Rumänien und ihr Vater war der persönliche Leibarzt des Diktators. Ceausescu, so erzählte sie, ging bei ihnen zu Hause ein und aus und sie durfte als kleines Mädchen auch schon mal mit ihrem Vater zur Visite bei "Onkel Nicolae" mit in den Palast. Und so kam es, dass sie einmal als Blumenmädchen eingeteilt wurde, das wir auf dem Foto sehen. Der hässliche Teil der Geschichte: Der Vater fiel in Ungnade, wurde gefoltert und hingerichtet. Die Mutter und alle anderen Verwandten wurden in Lager deportiert und erst mit dem Fall des Regimes entlassen. man floh später in den Westen.
Posted by Ulrich Rosen
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23:07
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Gracias a la vidaMonday, October 5. 2009
Godspeed, Jugendliebe - die Welt verliert eine ihrer größten Stimmen, meine Erinnerung nicht.
Einmal noch... Gracias a la vida que me ha dado tanto Me dio el corazón, que agita su marco. Cuando miro el fruto del cerebro humano, Cuando miro al bueno tan lejos del malo. Cuando miro el fondo de tus ojos claros. Gracias a la vida que me ha dado tanto. Me ha dado la risa, y me ha dado el llanto. Así yo distingo dicha de quebranto, Los dos materiales que forman mi canto, Y el canto de ustedes que es el mismo canto.
Posted by Ulrich Rosen
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23:48
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Als Lehrer geeignet?Friday, September 18. 2009
Die Lehrer-Zeitschrift "Forum Schule" informiert in ihrer aktuellen Ausgabe über einen Internet-basierten Selbsttest für angehende Lehrer, der zeigen soll, ob und inwieweit der Kandidat für den Beruf des Lehrers geeignet ist.
Bei meinen Recherchen stellt sich heraus, dass es sich hier nicht um so einen Frauen-Magazin-Psychofragebogen-Quatsch handelt, sondern um einen hochprofessionellen wissenschaftlichen Test, der von der Landesregierung Baden-Württemberg unterstützt wird. Alle Beteiligten meinen es richtig richtig ernst und möchten Menschen mit Interesse am Lehrberuf einen realistischen Einblick geben, ob sie dafür geeignet sind - was der Regierung nicht hoch genug angerechnet werden kann, bei den ganzen Fehlbesetzungen im Lehramt. Der Test ist imho hervorragend gestaltet und bildet meinen Erfahrungen nach die zentralen Anforderungen des Lehrberufes in ihrer Vielfalt und Komplexität sehr gelungen ab. Et voila: Hier die Auswertung meiner Antworten, ich zitiere: Ihren Angaben nach haben Sie kein Interesse am 'Gestalten von Unterricht'. Da dieser Tätigkeitsbereich jedoch das zentrale Aufgabengebiet von Lehrer/innen darstellt, dürfte der Lehrerberuf keine wirklich attraktive Berufsoption für Sie sein. Auch aus Ihrer mangelnden Kontaktbereitschaft könnten sich Probleme in der Berufsausübung ergeben, gehört es doch auch zu den Aufgaben von Lehrer/innen, gute Kontakte zu Schüler/innen, zu deren Eltern sowie zu KollegInnen und Vorgesetzten zu pflegen. Sie haben in den Selbsterkundungs-Verfahren [dieses Tests] weniger ausgeprägte berufsbezogene Interessen festgestellt bzw. sich Persönlichkeitsmerkmale zugeschrieben, die zu Problemen im Lehrerberuf führen könnten. Prüfen Sie deshalb bitte sorgfältig, ob der Lehrerberuf für Sie das Richtige ist. Merkmale, die für LehrerInnen ungünstig sind, können in einem anderen Berufsfeld durchaus erwünscht sein oder wirken sich dort zumindest nicht nachteilig aus!
Posted by Ulrich Rosen
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00:10
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Wuhaa - da ist das Leben wieder...Tuesday, September 15. 2009
... und zwar in seiner ganzen Hässlichkeit.
Ich gebe zu: Seit meiner Rückkehr aus China war mein Leben so boring, dass ich seit Wochen einfach nichts schreiben konnte. Doch heute endlich wieder das ungefilterte Leben: Ich gehe mit Junior in die Stadt, um ihn bei Visa- und Vertragsangelegenheiten sprachlich zu unterstützen. Und so entfesselt sich der aus der beliebten Cafissimo-Reihe bekannte Dienstleistungswahnsinn. - Wir beginnen im E-Plus-Laden am Rathaus, weil Junior hier Fragen zu einem Angebot hat. Mitten am Tag ist der Laden geschlossen mit dem Hinweis, man sei in wenigen Minuten zurück. Wir warten - nichts passiert - wir gehen also. Welcome to disappointment. - Kurz darauf sitzen wir in einem italienischen Eiscafé, weil Junior einen Cappuccino-Bon geschenkt bekommen hat. Nach anfänglicher Missachtung tritt eine desinteressierte Schmierbacke an unseren Tisch und nuschelt zwischen einem tennisballgroßen Kaugummi vermutlich die Worte "jabiddewaswollnse?". Es entspannt sich dieser Dialog: Junior: Ich hätte gerne ein Erdbeershake, bitte. Die Backe: Hamwernichmehr. Erdbeereisisaus. (Ja, denke ich bei mir so, warum sollte eine Eisdiele auch so etwas Ambitioniertes wie Erdbeereis vorrätig haben.) Junior. Dann nehme ich einen Orangensaft, bitte. Die Backe: Negibtsnichmehr. (Meine Stirnhöhlen beginnen sich zu verengen) Ich überspringe den Rest der Bestellphase aus Wiederholungsgründen sowie die Servierphase aus Unbeholfenheitsgründen und komme zum Ende unseres Aufenthalts... Ich: Ich hätte dann gerne die Rechnung bitte, und ich habe hier einen Bon, den ich gerne einlösen möchte. Die Backe: Warum hamse dasn nich gleich gesagt, jetzt hatte ich die Rechnung schon fertich. Ich fühle: mich kurz vor dem Wutflash stehend. Ich denke: Jau, wenn man schon weder Dienstleistungseinstellung noch die Produkte auf der Karte hat, dann sollte man als Kellner wenigstens durch hirnloses Gepöbel auffallen. Ich möchte sagen: PIEP Dich ins PIEP, Du PIEP PIEP PIEP! Ich sage: Zwei Euro bitte. Danke. - Kurz darauf sind wir im O2-Laden, weil Junior gerne die Lastschriftdaten seines Vertrages ändern möchte. Es entspannt sich dieser Dialog: Vielleicht wars auch nur lustig, weil Captain Morgan die Kapitel vorgelesen hat...Monday, September 14. 2009
"Kannst Du heute mal bezahlen?" fragt das Känguru nach dem Essen.
"Heute?", frage ich. "Mal?", frage ich. "Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mitnimmst." "Tja", sagt das Känguru lächelnd. "So ist das in der Welt. der eine hat den Beutel und der andere hat das Geld." Lies Marc-Uwe Kling, hör ihm zu oder schau ihm bei der Arbeit zu. Was gibt es zum Abschluss noch zu sagen...Tuesday, August 4. 2009"Sofort hinsetzen da drüben!" Meinen letzten Abend verbringe ich in einem Club im Herzen von Peking und stelle fest, dass auch junge Chinesen mit Pepitahütchen, Pornosonnenbrillen und den anderen üblichen Accesoires des weltweit gentrifizierten Modegeschmacks albern aussehen. Vielleicht überlassen wir diese Trends einfach besser dem Justin, der sieht damit zwar auch scheiße aus, ist aber frickinrichandfamousenough, dass er sich das leisten kann...
Posted by Ulrich Rosen
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14:32
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Wie jedes Jahr zum Abschluss: Ein kleines QuizWednesday, July 29. 2009
Auf den Hongkong-Fotos findet sich in der Skyline immer wieder der höchste Büroturm der Insel - ein beeindruckend schlichtes, elegantes und innovatives Stück Architektur, das vor allem nachts mit seinen konvexen Kronenstreben illuminiert einen sensationellen Anblick bietet.
Auch bei Film und Fernsehen ist der Turm beliebt: Kurz vor seiner Fertigstellung springen Angelina Jolie und ihr Partner mit Fallschirmen (im unfassbar dümmlichen zweiten Teil "Wiege des Lebens" 2003) aus dem noch nicht vollendeten 88. Stock des Gebäudes. Sehr viel eleganter als von Lara Croft wurde der Tower gerade erst von einem der großen Helden Hollywoods in einer grandiosen Actionsequenz in Szene gesetzt. Wer es weiß, gewinnt eine Überraschung aus dem Reich der Mitte...
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Die Hongkong-Fotos...Monday, July 27. 2009
...sind online.
Posted by Ulrich Rosen
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15:46
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Wer braucht schon Kerosin - wenn Fliegen so preiswert sein kann?Monday, July 27. 2009Am Starbucks-Tresen des Flughafens Hongkong treffe ich den Piloten meines gleich startenden Fluges nach Peking. Er und sein Co-Pilot bestellen sich ihren Kaffee als Venti, was dann doch beeindruckenden 600 Millilitern entspricht.
Posted by Ulrich Rosen
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Hongkong SWAT Team greets you a warm Welcome!Monday, July 27. 2009
Also, die Geschichte hinter der Geschichte:... Schwere Unwetter in Peking führen dazu, dass mehrere Flüge nach Hongkong abgesagt werden, alle anderen verspäten sich um Stunden. Letztlich grenzt es fast an Glück, dass ich überhaupt noch gestartet bin, hunderte andere Passagiere verbringen die Nacht im Flughafenhotel. Allerdings: Ich lande in Hongkong gegen 03:30 morgens....
Zu dieser Zeit geht auch am Flughafen einer wahrhaftigen Weltstadt nichts mehr: Der letzte Flug ging um 02:00 nach Doha, alle Geschäfte sind geschlossen, keine Cafés oder Restaurants mehr, keine Taxen, Busse oder Züge mehr, keine Hotelvermittlung und so weiter - der ganze Flughafen ist eine Geisterstadt, nicht einmal Reinigungspersonal wuselt herum. Die Immigration Control wurde eigens für unseren Flug direkt ans Gate verlegt, weil auch die großen Kontrollen schon seit Stunden geschlossen waren. Drei Minuten nach dem Ausstieg haben wir also quasi den gesamten Fughafen Hongkong für uns allein. Für mich als Spontanreisenden eine insgesamt eher unvorteilhafte Situation, denn ich habe ja weder Hotel, noch Transport noch Ahnung oder sonstwas. Allerdings habe ich auch nur Handgepäck, muss also nicht mehr zur Gepäckabholung und will möglichst schnell aus dem Laden heraus. Also biege ich fix mal hier mal dort ab und folge eben nicht wie alle anderen der Beschilderung zum Baggage Claim, sondern einfach nur der Beschilderung zum Exit. Das war dann vielleicht von der Flughafenleitung so nicht eingeplant, denn wie sich zeigte, war das SWAT-Team von meiner Gegenwart knapp genauso überrascht, wie ich von der seinen. Die Lösung: Nachts, wenn der Flugbetrieb eingestellt ist und keine Passagiere mehr herumlaufen, wird der Flughafen von der Hongkong Division als Trainingsgelände für Geiselbefreiungsszenarien benutzt. Man hatte wohl einfach vergessen, unseren Flug anzukündigen, und da ich schnellen Schrittes ohne Gepäck unterwegs war, bin ich halt als Erster in die Mission hineingelaufen. Sollte ich das jetzt eigentlich beruhigend oder beunruhigend finden, dass am Flughafen sowas trainiert wird? Zeigt es, dass die Polizei gut vorbereitet ist oder beweist es eher, dass es offensichtlich Anlässe für diese Trainings gibt?
Posted by Ulrich Rosen
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15:19
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Zeitplan reloadedSaturday, July 25. 2009
Freitag, 17:20: Der alte Mann teilt mir unvorbereitet mit, dass ich das Wochenende frei habe und erst wieder am Montag Nachmittag zum Training anzutreten habe.
Freitag, 17:58: Ich sitze geduscht und mit gepackter Tasche im Taxi zum Flughafen. Freitag, 19:30: Boarding fuer den Flug nach Hongkong. 12 Minuten nach Ankunft am Flughafen in Hongkong: Verhaftung durch das SWAT-Team Division Hongkong. Aehem, ja genau. SWAT-Team. Special Weapons And Tactics. Diese Typen mit Helm, Gesichtsmaske, Tactical Vest, Blendgranate, Sturmgewehr im Anschlag und Oberschenkelholster. Ihr wisst schon: Samuel L. Jackson und so - und die sehen echt so aus, wie ich beeindruckt feststellen durfte, als mir die ersten drei von denen mit den Sturmgewehren im Gesicht rumgefuchtelt haben. "Jeder Millimeter meines Koerpers ist eine Waffe." hat Bruce Lee einmal gesagt. Ich wusste nicht, dass ich auch so gefaehrlich bin. Ihr wollt wissen, wie es weitergeht? Ich erzaehle es, wenn ich am Montag wieder in Peking bin... Die dritte Woche...Saturday, July 25. 2009
... ist rasch erzaehlt: Ich habe trainiert. Nein, sonst nichts. So viel dazu...
"Uli, ich habe morgen leider ganztägig zu tun und Du hast daher einen freien Tag."Monday, July 20. 2009
So sprach der alte Mann gestern Abend und bescherte mir eine freien Tag. Einen FREIEN Tag! EINEN FREIEN TAG!!! Ich kanns kaum glauben...
Und so ereignet sich also mein Montag: - Ich wache auf und vor mir entfaltet sich der wettermäßig wohl schönste Tag, den ich in all den Jahren erlebt habe. Strahlend blauer Himmel den ganzen Tag lang, satte 35 bis 40 Grad, leichter Wind und alles irgendwie schöner als sonst. - Ich beschließe also, nach Houhai zu fahren, einer großzügigen Seen-Anlage hinter der verbotenen Stadt, die die Kaiser für entspannte Ausflüge vom bürokratischen Alltag haben anlegen lassen. Heute gilt das gesamte Areal als Wohnzimmer des alten Peking und als beliebtes Ausflugsziel für chinesische Touristen und vor allem auch für Einheimische. Um den See schlängelt sich ein hübsch angelegter und bepflanzter Flanierweg mit hunderten von Restaurants, Cafés und Bars. Und so spaziere ich drei Stunden lang um die Seen, kehre hier und dort ein und lasse es mir gutgehen. - Die Einwohner von Peking nutzen den strahlend schönen Tag, um am See ihren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: Angeln (verboten), schwimmen (auch verboten), laut singen (ja, auch verboten), Wäsche waschen (klar, total verboten), auf der Wiese schlafen (selbstredend verboten)... (ergänze nach Belieben). - Weil sich das Wetter überhaupt nicht verändern will, schlendere ich noch durch den angrenzenden Beihai-Park und besichtige noch einmal die Neun-Drachen-Wand und das Entspannungs-Refugium von Kaiser Qianlong. - Und weil es einfach nicht aufhören will mit dem grandiosen Wetter, spaziere ich noch entlang der Verbotenen Stadt zum Tiananmen-Platz und fahre von dort nach Xidan, einem beliebten Einkaufsviertel. Abschließend gibts in meinem neuen Lieblings-Freiluftrestaurant noch zwei Portionen kalte Nudeln mit Bier und der Tag hat sein Ende gefunden. Morgen wieder Training, aber das kennt man ja... :-) Die Fotos des heutigen Tages findet ihr im Album "Tourismus".
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16:03
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Leseempfehlung: ChinaSunday, July 19. 2009
Grundsätzlich gerne lese ich "Jetzt", das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Heute habe ich dort ein besonderes Juwel entdeckt: Die Texte der Mitarbeiterin Yang Xifan. Genauso, wie sie es beschreibt, erlebe ich China. Wer möchte, klickt hier mal rein in ihre letzten Texte aus der Chinakolumne (ok, sie kann Yin und Yang nicht richtig schreiben, was für eine Chinesin echt schlimm ist, aber egal)...
Posted by Ulrich Rosen
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15:45
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Kleinzeug - ich vergaß...Sunday, July 19. 2009
Achja, ich wollte noch dies oder das erzählen:
Zum Beispiel diese Sache mit den Hunden :-) Am Mittwoch war ich also mit einem meiner Lehrer, seiner Frau und einer Gruppe von asiatischen Universitätslehrern zum Abschluss von deren Seminarwoche essen - im Hunderestaurant. Im Fotoalbum "Curiosa" sind das die abgebildeten Gerichte. Es gab eine lang geschmorte Variante und eine gewürfelt kurzgebratene. Erkenntnis: Sieht aus wie Rind und schmeckt wie Rind. Und da ich in aller Regel weder Gefühle empfinde noch Probleme mit deren Abschalten habe, fand ich das alles ganz lecker.
Posted by Ulrich Rosen
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02:21
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Reiseberichte China 2009 - Die zweite WocheSaturday, July 18. 2009
Nimen hao ins herbstliche Deutschland :-)
Während sich bei euch täglich die Temperaturen unterbieten, habe ich zum Auftakt ins Wochenende einen strahlenden Tag mit satten 35 Grad hinter mich gebracht. Ein kleines Update zum fast-Ende der zweiten Woche: Die Woche an sich ist rasch erzählt: Ich habe trainiert. Ja, halt in der Form von: Aufstehen, Essen, Trainieren, Essen, Trainieren, Essen, Lernen, Schlafen. So ungefähr. Und da China nunmal kein christlich geprägtes Land ist, braucht hier auch niemand so etwas, wie ein freies Wochenende. Ich habe heute trainiert und werde am morgigen Sonntag trainieren... Sieben Tage die Woche - die spinnen hier. Ich möchte bitte einfach mal einen Tag frei haben... Das Training an sich lief geringfügig entspannter als letzte Woche, nachdem die rumänischen Duan-Prüflings-Heißkisten wieder abgereist sind - das Pensum hat sich auf rund vier Stunden pro Tag reduziert und wir haben einige Tage lang die Waffen aus den Händen gelegt - die Handformen kosten doch deutlich weniger Kraft. Es ging also schmerzmäßig insgesamt so einigermaßen... In meiner begrenzten Freizeit versuche ich, hierhin und dorthin zu fahren und mich ein wenig umzuschauen, was sich so verändert hat (Zusammenfassung: alles). Ich habe für euch ein paar neue Fotos hochgeladen: - Olympische Sportstätten - Kuriosa - Tourismus - Campus der Sportuniversität Peking Einfach hier klicken und ein wenig rumschauen... Hatte ich schon erwähnt, dass ich am Sonntag auch trainieren gehe? Ja? Na dann gehe ich jetzt besser schlafen. Gute Nacht und Zaijian...
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18:09
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Reiseberichte China 2009Tuesday, July 14. 2009Es ist wieder soweit Es ist Sommer, die Schule ist aus und ich tue das, worauf ich im Sommer am wenigsten Lust habe: Ich fliege nach China und lasse mich wochenlang grundlos von älteren Herren fertig machen. Hier also in kommend loser Reihenfolge meine Reiseberichte für das Jahr 2009 - wer sich für die Berichte der letzten Jahre interessiert, klicke rechts in der Blogroll… Also zum Beginn der zweiten Woche der Reihe nach: Abflug Ankunft Erster Tag Die erste Woche Die Sportuniversität Heute Abend gibt’s Schwertform, mehr Trainingsplan habe ich noch nicht – ich halte euch auf dem Laufenden… Zaijian für heute.
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08:08
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Wir machen mal ein kleines Ratespiel, ja?Friday, July 3. 2009
OK, also:
Nenne spontan fünf Sachverhalte, die Du für wert hältst mit den Schlagwörtern "unfassbarer Frevel" und "keine Chance zum Überleben" belegt zu werden. Fertig? Was ist Dir eingefallen? Zum Beispiel: - Vielleicht Bürgerkriege in afrikanischen Staaten, wo Menschen Arme mit Macheten abgehackt werden, - oder Kriege gegen das Völkerrecht im Allgemeinen, wo ohne Regel und Gesetz gefoltert wird, - eventuell sowas in der Art? Tja, dann hast Du noch nicht die Lebenserfahrung, die der Werler Krisenreporter Tomicek gemacht hat. Unter Missachtung aller Regeln des guten Journalismus "berichtet" Pseudojournalist Tomicek im Werler Lokalteil des Soester Anzeiger davon, dass ein Unbekannter drei Bäume im Wert von 2.500 € angebohrt hat und anschließend eine giftige Chemikalie in diese Löcher gefüllt hat. Und weil eine solche Meldung eben keine Meldung ist, musste halt ein bischen Jazz her, um das Nichtthema mit Wichtigkeit anzureichern. Weitere Begriffe aus der ansonsten belanglosen Darstellung: "vernichtet", "unbekannte Täter", "Empörung", "Frevel", "sterben", "fies", "betroffen", "unfassbarer Frevel", keine "Chance zum Überleben", "Frevel". Diese Dichte an Schreckensvokabular sah ich zuletzt in einem Buch zur Geschichte der Hexenverfolgung in Europa.
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00:11
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JungsThursday, July 2. 2009
Heute ist Klischee-Tag, nun also die Jungs:
Das Klischee: Jungs machen mit Autos nur Quatsch. Wer könnte das besser demonstrieren als die Boyz von Top Gear :-) Hier meine Lieblingsepisode... Und bitte bitte nicht gleich aufgeben, britischer Humor ist manchmal zäh: Der Zwischenhöhepunkt beginnt ab 4:11 und der große Showdown ab 8:04. Have fun... Und wem so etwas gefällt, der ist bereit für die Police Car Challange Teil 1 und Teil 2.
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03:20
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MädchenThursday, July 2. 2009
Heute ist Klischee-Tag, also immer schön der Reihe nach:
Das Klischee: Frauen identifizieren Autos anhand der Farbe. Ich sitze mit unserer Lieblingskollgegin in ihrer Lieblingseisdiele und esse mein Lieblingseis, da fahren zwei Autos im Schritttempo an uns vorbei: Dieses hier im typischen Nachtblau ![]() Und dahinter eine gesichts- und belanglose schwarze Mittelklasse-Limousine, wahrscheinlich irgendein Opel, Ford oder Skoda oder Wasauchimmer. "Schau mal", sage ich, "da fährt ein Auto im Wert einer Finca auf Mallorca." Und sie: "Ja, dieses Schwarz ist echt hübsch."
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01:58
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Ich wollte ja noch von der Pizzeria erzählen, also:Thursday, July 2. 2009
Ich sitze in der Pizzeria um die Ecke, die zur Mittagszeit auch gerne von Schülern aller Altersgruppen frequentiert wird. Diese jungen Menschen haben vor allem zwei Eigenschaften: Sie sprechen alle unnötig laut und verhalten sich grundsätzlich so, als ob sie die einzigen Anwesenden im Raum seien. Zwei Eigenschaften, die in der Regel dazu führen, dass ich die Pizzeria zwischen 12:30 und 13:30 meide, aber letztens wars dann doch lustig:
Am Tisch 1 sitzen zwei Fünft- oder Sechstklässler, die sich nicht einigen können, ob sie das neue Kaninchen des einen nun Hoppel, Moppel oder Schnuppel (kein Scheiß!) nennen sollen. Sie diskutieren ebenso lange, wie lautstark wie leidenschaftlich und einigen sich schließlich auf "Kuschel" (auch kein Scheiß!). "Süß, so für echte Jungs", denke ich und höre, was die Neuntklässler am Tisch 2 sich erzählen: "Die Cousine meines Kumpel ist voll die Schlampe, ey, die lässt echt jeden drüber. Nach dem letzten Wochenende im MegaParc hat sie.." Ich bin mal so frei, euch zu ersparen, was die Cousine seines Kumpel nach dieser Party getan hat, staune aber darüber, dass man mit mindestens 115 Dezibel in einer vollbesetzten Pizzeria darüber schwadroniert. Wenden wir uns also den Elftklässlern am Tisch 3 zu: "Mein Biolehrer, diese piep piep, der piep piep piep, hat mir doch echt in der letzten piep Klausur eine piep piep Fünf gegeben, der piep, Alter." "Echt, Mann, der Typ ist echt krass piep, Mann, die piep piep piep." Und immer schön oberhalb von 110 Dezibel, bitte... Wer eine solch grandiose Performance mal live sehen möchte, wird mich halt besuchen müssen.
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00:59
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Diese Story ist für all diejenigen unter euch,...Wednesday, July 1. 2009
..., die glauben, ICH hätte keine Ahnung von Geographie...
Ich komme von der Verabschiedung meiner Klasse (man beachte das TimeTag dieses Eintrags) und muss 50 Kilometer Umweg über Harsekaffhausen fahren, weil einem meiner Absolventen kurz nach dem Aufbruch auf dem Westring die hormonellen Sicherungen durchgebrannt sind. Geringfügig erschöpft befinde ich mich also kurz darauf an der Kaffeebar einer Autobahnraststätte auf der A2 Richtung Hannover, als ein abgewrackter Golf 2 mit vier Insassen vorfährt, ein junger Mann aussteigt, sich an den Tankstellenmann wendet und sich in sehr gebrochenen Englisch dieser Dialog ereignet. "Oh, Sie haben sich verfahren? Wohin möchten Sie denn?" "Nach Halle." "Welches Halle denn genau? Das Gerry-Weber-Halle oder das Ostdeutschland-Halle?" Diese grobe Vereinfachung der beiden Halles durch den Tankstellenmann trifft eigentlich genau den Kern dieser Orte, hahaha..., aber egal, hören wir weiter... "Nach Halle bei Österreich." In diesem Moment fängt die Sache an, mich zu interessieren, denn wer in Gütersloh an der Tanke steht und nach "Halle bei Österreich" will, der hat entweder einen an der Waffel oder eine wirklich interessante Geschichte zu erzählen. "Nach Halle bei Österreich? Sie wollen von hier aus nach Österreich? Wie haben Sie sich denn das gedacht?" "Wir wollen über Hannover nach Berlin fahren, und dann weiter nach Leipzig." OK, denke ich, JETZT wirds richtig interessant. Da der Tankstellenmann es einfach nicht glauben kann, dass jemand vor den Toren von Gütersloh ihn nach dem Weg nach Österreich fragt, bittet man mich hinzu. Ich lasse mir das ganze erstmal auf der großen Europakarte demonstrieren und es stellt sich folgendes heraus: Die Truppe kommt aus Enschede in Holland und will in einem Zug ohne Pause 2.600 Kilometer bis nach Istanbul fahren. Leider waren die Jungs am Kamener Kreuz in dem Baustellenchaos falsch abgebogen, so dass sie statt auf der E41 nun auf der A2 nach Hannover unterwegs sind. Wir schicken die Menschen dann über die 33-44-7 Richtung Süden und hoffen das Beste. Godspeed, ihr Wahnsinnigen da draußen... Meta: Nach drei Wochen Blogpause, in denen mich mein Arbeitspensum von allem Schönem (ok, fast allem) abgehalten hat, scheinen sich jetzt wieder interessante Dinge in meinem Leben zu ereignen... Gleich morgen erzähle ich euch, was ich gestern in der Pizzeria um die Ecke erlebt habe... :-)
Posted by Ulrich Rosen
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05:08
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Heute Nacht habe ich Gottvater bei der Arbeit zugeschautTuesday, June 9. 2009Danke Leonard, Du bist unsterblich... - ja, Joe, Du bist es auch - nur länger :-)
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01:04
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Endless HighwayFriday, June 5. 2009
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01:14
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Mein SommerrezeptThursday, June 4. 2009
...dabei ist noch gar nicht wirklich Sommer - und trotzdem schon acht Mal in den letzten vier Wochen zubereitet...
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00:23
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We don't need to competeThursday, June 4. 2009![]() Ich wollte mich aus diesem Thema eigentlich raushalten, zumal ich das unwürdige Spektakel in den letzten Tagen nur aus der Ferne verfolgt habe. Aber dieser Fake von Nerdcore ist zu großartig und kann nicht oft genug durch die Blogs geistern. Wer sich ansonsten für eine Lageeinschätzung im Hause Opel interessiert, lese hier weiter...
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00:14
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Why your religion is falseMonday, May 18. 2009
Eine großartige Keynote der diesjährigen BIL Konferenz
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20:42
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Die Wirklichkeit kann so verstörend sein...Sunday, May 17. 2009
Gerade trinke ich noch ein Feierabendbier im Havana und lese den Werbeslogan der Firma Warsteiner für ihre aktuellen Kinderbiere auf dem Bierdeckel: "Der pure Mix".
Ja genau, ihr Warsteiner-Marketing-Schicksen: Der pure Mix, muhahahaha - Gott, seid ihr doof.
Posted by Ulrich Rosen
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22:15
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Erkenntnis des TagesSunday, May 17. 2009
"Die Geschichte lehrt die Menschen,
dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." Dank an MKG für diese auf den Punkt formulierte Einsicht. Erkenntnis des TagesWednesday, May 13. 2009
Wer seine Jugend im fortgeschrittenen Alter als gut beurteilt, der hatte wahrscheinlich keine Jugend.
Gute alte Zeit - mal wieder...Monday, May 11. 2009
Am 9. Februar dieses Jahres hatte ich ja bereits schon einmal von meinen Problemen mit der "guten alten Zeit" berichtet - Nazi-Lieder gehen nach wie vor nicht als solche durch.
Inzwischen muss ich leider die These vertreten, dass das Westfalenblatt im harten Kampf gegen die Neue Westfälische um den Titel des schlechtesten Journalismus' die Latte wieder einmal tiefer gehängt hat. Die heutige Montagsausgabe titelt auf der Lokalseite mit "Die gute alte Postkutschenzeit kommt wieder". Der Artikel selbst ist belangloser Lokalquark, der von der Kutschenfahrt eines Hochzeitspaares von A nach B handelt. Aber der ganze Gestus des Artikels ist eine Unverschämtheit. Ganz unabhängig davon, dass der Autor Karl Pickhardt wirklich alles unternimmt, um die zentralen Ethikvorstellungen des Deutschen Presserates und Belanglosigkeiten, wie die Grammatik der deutschen Sprache zu ignorieren und mit seiner Schreibe ein Musterbeispiel schlechten Journalismus' abliefert, wird hier tatsächlich die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts als "gute alte Zeit" beschworen (na immerhin mal nicht die Nazi-Zeit). Man mag sich erinnern: Napoleonische Kriege, Wirren der Kleinstaaaterei, erfolgloses Junges Deutschland, Wiener Kongress, Schlesische Weber, katastrophale Hygiene, Seuchen - Willkür, Krieg und Elend, wo man auch hinschaut. ABER: Die Königlich-Württembergische Post hatte offensichtlich hübsche gelbe Postkutschen. Ja dann geht das Ganze natürlich als "gute alte Zeit" durch. Heute gelernt: Misstraue jedem, der davon spricht, dass früher alles besser war - das beweist meistens nur die Vergesslichkeit des Autors.
Posted by Ulrich Rosen
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23:52
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Nach Warschau nur auf KettenThursday, April 30. 2009
Gerade komme ich von der Verabschiedung eines verdienten Kollegen, der nach 33 Dienstjahren in den Ruhestand versetzt wird. Das Geschenk des Kollegiums: Eine große Landkarte.
Im Vorfeld dieser Geschenkaktion lautete die Arbeitsanweisung des Organisators: "Klebe Dein Passfoto auf denjenigen Ort in Deutschland, wo Du gerne Urlaub machst." Kollege N. (unterrichtet auch Geographie) klebt sich daraufhin nach Ostpreußen, Kollege G. nach Warschau. Ähem, liegt hier vielleicht ein ganz geringfügig verfälschtest Geschichtsbild vor? "...dann wurden die Worte auf seltsame Art mit der Zeit Teil der Musik. Viele Lieder höre ich bis heute im inneren Ohr mit Roths Stimme."Wednesday, April 29. 2009so true... :-)
Posted by Ulrich Rosen
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