Die Starbucks-Beiträge haben die Erinnerung daran geweckt, dass Starbucks vor einigen Wochen einen klerikalen Miniskandal verursacht hat, als es eine neue/alte Kaffeesorte zu Promotionszwecken mit dem alten Starbucks-Logo beworben hat. Der Marketing-Gedanke hatte vermutlich was mit Authentizität und goodoldtimes und so zu tun... In diesem Logo erscheint die Meerjungfrau geringfügig verkleinert, so dass ihr Fischschwanz größer im Bild zu sehen ist.
Daraufhin hatte eine dieser fürchterlichen christlich-faschistoiden Interessengruppen nichts Besseres zu tun, als zum globalen Starbucks-Boykott aufzurufen, weil die Meerjungfrau ihre Beine spreize, wie eine Prostituierte. Diese Aktion lehrt uns eine Menge:
1. Sind diese Christen offenbar zu doof, um zu verstehen, dass eine Meerjungfrau keine Beine hat, sondern einen Fischschwanz, weswegen es ihr auch unmöglich ist, die Beine zu spreizen.
2. Scheinen wir in einer großartigen Welt zu leben, wenn die biblischen Gebote von Barmherzigkeit, Wohltätigkeit, Fürsorge, Nächstenliebe etcuswblablabla bereits derartig erfüllt sind, dass uns die Zeit für solche Wahrnehmungen auf Kaffeerösterlogos bleibt. Ich empfehle zwecks Update die Tagesschau oder das Googlen der folgenden Begriffe: Irak, Iran, Israel, Darfur, Kongo, Kindersoldaten, Erdbeben, Hunger, Elend und Fußball-EM. Mir scheint, hier ist mit der Priorisierung was falsch gelaufen.
3. Es kommt offensichtlich kein normaler Mensch auf die Idee, unsittliches Verhalten im Starbuckslogo zu entdecken, weswegen hier vermutlich die alte Freud'sche Erkenntnis greift: Wer immerzu an Sex denkt, der sieht auch überall nur Sex. Das können sich diese Christen ja mal von der amerikanischen Priestervereinigung (oder diesen ganzen kleinen Jungs) trefflich erklären lassen.
Wir lernen: Das Böse versteckt sich nur äußerst selten auf Kaffeebechern.
Es steckt in Wirklichkeit in euren Handys - guckst Du hier:
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